Fersensporn - wo lauert die Gefahr?

Gefahr bei Schuhen mit Schutz vor Überpronation



Viele Menschen haben einen Fersensporn ohne dies zu wissen, weil er nicht schmerzt. Schmerzhaft wird ein Fersensporn erst dann, wenn er sich entzündet. Eine Entzündung entsteht meist durch eine Überlastung des Fußgewölbes, beispielsweise bei Senkfüßen oder bei Übergewicht.

Im Gegensatz zum knöchernen Fersensporn, handelt es sich beim Fersensporn-Syndrom um eine Entzündung der Fußsohlenfaszie. Jeder Auftritt der Ferse schmerzt. Der Schmerz läßt sich zudem hervorrufen, indem man mit dem Daumen etwa in der Mitte der Ferse leicht zur Innenseite versetzt unter die Fußsohle drückt.

Läuferinnen und Läufer leiden oftmals am Fersensporn-Syndrom. Die Ursache ist nicht selten ein schlechter oder ausgetretener Schuh. Sieht man sich bei Volksläufen um, werden da Modelle getragen, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und vermutlich weit mehr als 1000 km unterwegs waren. Läuft man dann mit solchen ausgelatschten Schuhen auch noch häufig auf harten Untergründen, provoziert man geradezu eine solche Verletzung.

Weit häufiger betroffen als die sogenannten Neutralfüßler sind Sportler mit starker Pronationsneigung. Als Pronation bezeichnet man ein Knicken des Fußes beim Aufsetzen nach innen.

Dummerweise können auch spezielle Schuhe mit einem Schutz vor Überpronation das Syndrom auslösen - vor allem bei Aktiven, die mit der Ferse hinten aussen aufsetzen. Bei vielen Schuhen mit einem Überpronationsschutz ist die Sohle derart aufgebaut, daß der innere hintere Teil eher hart ist und der äußere hintere Bereich eher weich. Grundsätzlich verhindert ein solcher Aufbau, daß der Fuß beim Aufsetzen nach innen weg knickt - der eigentlich gewünschte Schutz bei Überpronation. Jedoch: Ist der weiche Bereich zu weich ausgelegt, was sich anfangs durchaus bequem anfühlt, läßt diese Dämpfung im Gegensatz zum härteren Teil meist viel schneller nach. Fachleute sagen dann salopp: Außen ist der Schuh platt, innen steht er noch. Der Knackpunkt ist nun die Stelle zwischen dem harten und weichen Teil: Dieser Übergang schlägt bei jedem Aufprall auf die Plantarfaszie - oder anders gesagt: während die äußere Ferse in das Weiche sackt, knallt die innere Ferse auf den in der Fußmitte liegenden harten Teil.

Aktive, die erste Anzeichen eines Fersensporns ausmachen und auf einen vermeintlich weicher gedämpften Schuh ausweichen, geraten so nicht selten vom Regen in Traufe. Leider kommt es durchaus vor, daß Ärzte wider besseres Wissen den Ratschlag geben, auf weiches, gut dämpfendes Schuhwerk auszuweichen.

Wer unter einem Fersensporn-Syndrom leidet, sollte in einem ersten Schritt sich ein SOF-SOLE-Fersenpolster und erst später eine Dämpfungsohle in die Schuhe - auch Straßenschuhe - legen. SOF-SOLE-Polster sind äußerst weich und halten harte Schläge und Vibrationen ab - der Schmerz verschwindet. Ist das Fersensporn-Syndrom nicht stark ausgeprägt, heilt es meist ab, wenn auch Geduld erforderlich ist. Ist es dagegen schon fortgeschritten, kommt man meist nicht umhin, sich beim Arzt ein- bis zweimal Kortison spritzen zu lassen. Zur Ausheilung ist eine Laufpause nicht erforderlich, wenn mit Fersenpolstern und guten Schuhen auf eher weichen Böden gelaufen wird.

Wichtig! Sind die Schmerzen des Fersensporn-Syndroms abgeklungen, muß das Polster entfernt und durch eine durchgehende Sohle ersetzt werden - beispielsweise durch eine NOENE oder SOF-SOLE-Dämpfungssohle.Bleibt das Fersenpolster weiterhin im Schuh, läuft man Gefahr, sich eine Achillessehnen-Entzündung zu holen, da die Erhöhung der Ferse zu einer Verkürzung der Achillessehnen- und Unterschenkelmuskulatur führt.

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Und sich wohlfühlen - beim Stehen, Gehen und Laufen





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